AGB & Datenschutz

ALLGEMEINE GESCHÄFTSBEDINGUNGEN

MATTHIAS GERALD HELMUT • Wien

§ 1 Geltungsbereich und allgemeine Bestimmungen

Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB“) gelten für alle Angebote, Lieferungen, Leistungen und Verwertungsrechte von MATTHIAS GERALD HELMUT (nachfolgend „Auftragnehmer“). Die AGB gelten sowohl für Verträge mit Verbrauchern im Sinne des Konsumentenschutzgesetzes (KSchG) als auch für Verträge mit Unternehmern (B2B). Sofern Bestimmungen ausschließlich für Unternehmer oder ausschließlich für Verbraucher gelten, wird dies an den entsprechenden Stellen explizit ausgewiesen. Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Allgemeine Geschäftsbedingungen des Auftraggebers werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, der Auftragnehmer stimmt deren Geltung vorab ausdrücklich und schriftlich zu.

§ 2 Vertragsabschluss

Alle Angebote des Auftragnehmers sind freibleibend und unverbindlich. Ein Vertrag kommt erst durch die schriftliche Bestätigung des Angebots durch den Auftraggeber (per E-Mail, digitale Textform oder Unterzeichnung des Einzelvertrages) und die anschließende Annahme durch den Auftragnehmer zustande.

§ 3 Vergütung, Zahlungsbedingungen und Leistungsvorbehalt

Es gilt das im Einzelvertrag oder Angebot vereinbarte Honorar. Die Preise verstehen sich als Endpreise.Aufgrund der Kleinunternehmerregelung gem. § 6 Abs. 1 Z 27 UStG wird keine Umsatzsteuer erhoben. Der Auftragnehmer verzichtet auf die Einhebung einer Anzahlung. Das vereinbarte Honorar ist innerhalb von 14 Tagen ab Rechnungsstellung ohne Abzug und spesenfrei auf das Bankkonto des Auftragnehmers zu überweisen. Bei Zahlungsverzug gelten die gesetzlichen Verzugszinsen. Der Auftragnehmer behält sich vor, anfallende Mahnspesen in Rechnung zu stellen. Leistungsvorbehalt: Die Bereitstellung, digitale Übermittlung und Übergabe des finalen Bildmaterials sowie die Einräumung von Nutzungsrechten erfolgen ausnahmslos nach vollständigem Zahlungseingang des geschuldeten Rechnungsbetrages. Ein vorheriger Anspruch auf Herausgabe des Bildmaterials besteht nicht.

§ 4 Stornierung, Terminverschiebung und Witterungseinflüsse Terminverschiebung

Eine Verschiebung des vereinbarten Fototermins durch den Auftraggeber ist nur nach Verfügbarkeit und vorheriger Absprache mit dem Auftragnehmer möglich. Kann kein einvernehmlicher Ersatztermin gefunden werden, gilt die Verschiebung als Stornierung des Auftrags. Ausfallshonorar für Verbraucher (B2C): Bei einer Stornierung des Auftrags durch den Auftraggeber ab 14 Tage vor dem vereinbarten Termin steht dem Auftragnehmer ein Ausfallshonorar in Höhe von 50% des vereinbarten Gesamthonorars zu. Stornierungen vor Ablauf dieser 14-tägigen Frist sind kostenfrei. Ausfallshonorar für Unternehmer (B2B): Bei einer Stornierung des Auftrags durch den Auftraggeber ab 14 Tage vor dem vereinbarten Termin wird ein Ausfallshonorar in Höhe von 50% des vereinbarten Gesamthonorars fällig. Witterungsbedingungen: Reine Außenaufnahmen (Outdoor-Shootings), die aufgrund von ungeeigneten Witterungsverhältnissen (z. B. Starkregen, Sturm) nach Ermessen des Auftragnehmers nicht durchgeführt werden können, werden vorrangig kostenfrei verschoben. Sollte eine Verschiebung aus terminlichen oder organisatorischen Gründen nicht möglich sein, wird der Vertrag für beide Seiten kostenfrei aufgelöst. Eine Stornogebühr fällt in diesem Fall der höheren Gewalt nicht an.

§ 5 Urheberrecht und Nutzungsrechte

Dem Auftragnehmer steht das Urheberrecht an allen im Rahmen des Auftrags gefertigten Lichtbildern und Werken nach dem österreichischen Urheberrechtsgesetz (UrhG) zu. Verbraucher (B2C): Dem Verbraucher wird ein einfaches, nicht übertragbares, zeitlich und räumlich unbegrenztes Nutzungsrecht für den privaten Gebrauch eingeräumt. Die Weitergabe der Lichtbilder an am Auftrag beteiligte Dienstleister (z. B. Hochzeitsdienstleister, Locations) zu deren werblichen Zwecken ist gestattet, sofern bei jeder Veröffentlichung der Auftragnehmer als Urheber genannt wird (z. B. „Foto: MATTHIAS GERALD HELMUT“). Unternehmer (B2B): Dem Unternehmer werden die kommerziellen Nutzungsrechte im Rahmen des üblichen Branchenstandards für den im Angebot oder Einzelvertrag definierten Zweck eingeräumt (in der Regel zeitlich und räumlich unbegrenzt zur Eigenwerbung des Unternehmens). Eine Weitergabe, Unterlizenzierung oder der Weiterverkauf der Bildrechte an Dritte ist untersagt, sofern dies nicht vorab schriftlich vereinbart wurde.

§ 6 Gestaltungsfreiheit, Bildauswahl und Rohdaten

Die fotografische und gestalterische Ausführung sowie die anschließende digitale Bildbearbeitung liegen ausschließlich im künstlerischen Ermessen des Auftragnehmers. Nachträgliche Reklamationen bezüglich des Bildstils sind ausgeschlossen. Die Selektion des Bildmaterials, welches zur finalen Bearbeitung und Übergabe gelangt, erfolgt durch den Auftragnehmer. Eine Online-Auswahlgalerie wird standardmäßig nicht bereitgestellt. Sollte im Einzelfall eine gemeinsame Bildauswahl erforderlich sein, erfolgt diese ausschließlich persönlich in den Studioräumlichkeiten des Auftragnehmers. Die Herausgabe von unbearbeiteten Rohdaten (RAW-Dateien) ist grundsätzlich ausgeschlossen. Ausnahmen für Unternehmer (B2B) bedürfen einer ausdrücklichen und schriftlichen Vereinbarung vor Auftragsbeginn.

§ 7 Referenzrechte und Eigenwerbung

Der Auftragnehmer präsentiert das entstandene Bildmaterial gerne im Rahmen der Eigenwerbung (z. B. auf der eigenen Website, in Social-Media-Kanälen, Print-Portfolios oder bei Branchenwettbewerben). Aufgrund datenschutzrechtlicher Vorgaben und des Rechts am eigenen Bild erfolgt eine solche Nutzung bei Personenbildnissen jedoch ausschließlich nach vorheriger, ausdrücklicher Zustimmung des Auftraggebers. Diese Zustimmung wird separat eingeholt (z. B. im Einzelvertrag oder per Freigabeerklärung/Model-Release) und ist absolut freiwillig.

§ 8 Haftung und Mitwirkungspflichten

Der Auftragnehmer haftet – mit Ausnahme von Personenschäden – nur für Schäden, die auf Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit zurückzuführen sind. Die Haftung für entgangenen Gewinn, Mangelfolgeschäden oder Datenverlust durch technischen Defekt ist, insbesondere im B2B-Bereich, ausgeschlossen. Das Einholen von erforderlichen Fotogenehmigungen (z. B. bei Behörden, Kirchen, Event-Locations) sowie das Einholen von Einverständniserklärungen abgebildeter Personen (Gäste, Modelle) obliegt der alleinigen Verantwortung und Pflicht des Auftraggebers.

§ 9 Schlussbestimmungen, Rechtswahl und Gerichtsstand

Es gilt ausschließlich österreichisches Recht unter Ausschluss der Verweisungsnormen des internationalen Privatrechts. Erfüllungsort ist Wien. Für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit Verträgen mit Unternehmern (B2B) wird als ausschließlicher Gerichtsstand das sachlich zuständige Gericht in Wien vereinbart. Bei Verbrauchern gilt der gesetzliche Gerichtsstand nach dem KSchG. Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam oder undurchführbar sein oder werden, bleibt die Gültigkeit der übrigen Bestimmungen davon unberührt. Die unwirksame Bestimmung ist durch eine rechtlich zulässige Regelung zu ersetzen, die dem wirtschaftlichen Zweck der ursprünglichen Bestimmung am nächsten kommt.

Datenschutzerklärung gemäß Art. 13 und 14 DSGVO

Präambel

Der Schutz und die Sicherheit Ihrer personenbezogenen Daten haben für MATTHIAS GERALD HELMUT (nachfolgend „Verantwortlicher“) höchste Priorität. Die Erhebung, Verarbeitung und Nutzung Ihrer Daten erfolgt ausnahmslos in Übereinstimmung mit den Bestimmungen der Europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), dem österreichischen Datenschutzgesetz (DSG) sowie dem Telekommunikationsgesetz (TKG).

1. Verantwortlicher für die Datenverarbeitung

Verantwortlich im Sinne des Art. 4 Z 7 DSGVO ist:

Matthias Gerald Helmut Hondl
studio oben
Absberggasse 27/10/10.5
1100 Wien
E-Mail: mgh@matthias.wien
Telefon: +43 676 4642780

2. Kategorien verarbeiteter personenbezogener Daten

m Rahmen der Geschäftsanbahnung, der Vertragserfüllung sowie der Kommunikation verarbeitet der Verantwortliche folgende Kategorien personenbezogener Daten des Auftraggebers sowie gegebenenfalls abgebildeter Dritter:

  • Bestands- und Kontaktdaten: Vor- und Nachname, Firmenwortlaut, Rechnungsanschrift, E-Mail-Adresse, Telefonnummer.

  • Vertrags- und Verrechnungsdaten: Leistungsgegenstand, Auftragsdetails, Bankverbindungen, Zahlungskonditionen sowie steuerlich relevante Informationen.

  • Bild- und Metadaten: Lichtbilder und Lichtbildwerke (Fotografien), auf denen Personen identifizierbar sind, sowie zugehörige technische Metadaten (z. B. EXIF-Daten, Zeit- und Ortsangaben der Aufnahme).

3. Zwecke und Rechtsgrundlagen der Verarbeitung

Die Verarbeitung der vorgenannten Daten erfolgt zu klar definierten Zwecken und auf Basis rechtsgültiger Grundlagen gemäß Art. 6 Abs. 1 DSGVO:

  • Vertragserfüllung und vorvertragliche Maßnahmen (Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO): Zur Beantwortung von Anfragen, zur Angebotserstellung, zur Planung und Durchführung des Fotoshootings sowie zur digitalen oder physischen Bereitstellung der finalen Bildwerke. Die Anfertigung der Fotografien ist primärer Vertragsgegenstand.

  • Erfüllung rechtlicher Verpflichtungen (Art. 6 Abs. 1 lit. c DSGVO): Zur gesetzeskonformen Führung der Buchhaltung und zur Erfüllung steuer- sowie unternehmensrechtlicher Dokumentations- und Aufbewahrungspflichten.

  • Wahrung berechtigter Interessen (Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO): Zur Geltendmachung, Ausübung oder Verteidigung von Rechtsansprüchen sowie zur Gewährleistung der IT-Sicherheit und des ordnungsgemäßen Betriebs der IT-Systeme.

  • Einwilligung (Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO): Eine Verwendung von Bilddaten für Zwecke der Eigenwerbung (z. B. Integration in Portfolios, Publikation auf der Unternehmenswebsite oder in sozialen Netzwerken) erfolgt ausnahmslos auf Basis einer vorab eingeholten, ausdrücklichen und freiwilligen Zustimmung des Auftraggebers bzw. der abgebildeten Personen.

4. Übermittlung von Daten an Dritte (Empfängerkategorien)

Eine Übermittlung personenbezogener Daten an Dritte erfolgt ausschließlich, sofern dies zur Vertragserfüllung erforderlich ist, eine gesetzliche Verpflichtung besteht oder eine ausdrückliche Einwilligung vorliegt. Zu den potenziellen Empfängern zählen:

  • Steuerberatungskanzleien und Finanzbehörden.

  • Hosting-Dienstleister und IT-Support (zur Sicherstellung der digitalen Infrastruktur).

  • Spezialisierte Dienstleister für die Bereitstellung passwortgeschützter Online-Galerien.

  • Druckereien, Buchbinder und Fotolabore (bei expliziter Beauftragung von Printprodukten).

Sofern diese Dienstleister als Auftragsverarbeiter tätig werden, wurden mit ihnen rechtskonforme Verträge zur Auftragsverarbeitung (AVV) gemäß Art. 28 DSGVO geschlossen.

5. Speicherdauer und Datenlöschung

Personenbezogene Daten werden nur so lange aufbewahrt, wie es für die Erreichung der genannten Zwecke erforderlich ist:

  • Steuer- und unternehmensrechtliche Belege: Gemäß § 132 Bundesabgabenordnung (BAO) sowie § 212 Unternehmensgesetzbuch (UGB) werden vertrags- und rechnungsrelevante Unterlagen für die Dauer von mindestens sieben Jahren aufbewahrt.

  • Bilddaten (Auftragsarchivierung): Zur vertraglichen Absicherung sowie für allfällige Nachbestellungen des Auftraggebers werden die finalen Bilddaten sowie die Rohdaten (RAW) standardmäßig für die Dauer von zwei Jahren archiviert. Der Auftraggeber kann nach vollständiger Abwicklung des Auftrags jederzeit die vorzeitige Löschung verlangen.

  • Daten aus Einwilligungen: Bildmaterial, welches auf Basis einer Einwilligung für Werbezwecke publiziert wurde, bleibt bis zum Einlangen eines Widerrufs verarbeitet. Zur Abwehr von Haftungsansprüchen (z. B. nach dem ABGB) können Nachweise über erteilte Einwilligungen bis zu drei Jahre nach deren Widerruf aufbewahrt werden.

6. Technische und organisatorische Maßnahmen (TOMs)

Der Verantwortliche setzt gemäß Art. 32 DSGVO angemessene technische und organisatorische Maßnahmen ein, um ein dem Risiko angemessenes Schutzniveau zu gewährleisten. Hierzu zählen insbesondere die physische und digitale Zugangskontrolle (z. B. durch starke Passwörter und Hardware-Verschlüsselung), die regelmäßige Sicherung von Daten (Backups) sowie die Nutzung verschlüsselter Übertragungswege (z. B. SSL/TLS) für die Website-Kommunikation.

7. Rechte der betroffenen Personen

Gemäß der DSGVO stehen betroffenen Personen jederzeit folgende Rechte zu:

  • Recht auf Auskunft (Art. 15 DSGVO): Über die verarbeiteten personenbezogenen Daten.

  • Recht auf Berichtigung (Art. 16 DSGVO): Unrichtiger oder unvollständiger Daten.

  • Recht auf Löschung (Art. 17 DSGVO): Sofern keine gesetzlichen oder vertraglichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen.

  • Recht auf Einschränkung der Verarbeitung (Art. 18 DSGVO).

  • Recht auf Datenübertragbarkeit (Art. 20 DSGVO).

  • Widerrufsrecht (Art. 7 Abs. 3 DSGVO): Eine erteilte Einwilligung (z. B. zur werblichen Nutzung von Bildmaterial) kann jederzeit mit Wirkung für die Zukunft per E-Mail an [Ihre E-Mail-Adresse] widerrufen werden. Durch den Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund der Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt.

  • Widerspruchsrecht (Art. 21 DSGVO): Gegen Verarbeitungen, die auf berechtigten Interessen beruhen.

Zur Ausübung dieser Rechte genügt eine formlose Mitteilung an die unter Punkt 1 genannten Kontaktdaten.

8. Beschwerderecht bei der Aufsichtsbehörde

Sollten Sie der Ansicht sein, dass die Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten gegen geltendes Datenschutzrecht verstößt, steht Ihnen das Recht auf Beschwerde bei der zuständigen Aufsichtsbehörde zu. In der Republik Österreich ist dies die:

Österreichische Datenschutzbehörde
Barichgasse 40-42
1030 Wien
Website: www.dsb.gv.at

Hinweis auf EU-Streitschlichtung:

Die Europäische Kommission stellt eine Plattform zur Online-Streitbeilegung (OS) bereit: https://ec.europa.eu/consumers/odr